Das Psychodrama (nach J.L.Moreno) ist in seiner Lebendigkeit und Vielfalt ein originelles, integratives Verfahren zur Förderung kreativer Lebensgestaltung.

Kreativität und Spontanität sind die wichtigsten Begriffe für den Problemlösungsansatz. Kurz gesagt ist Psychodrama eine Therapieform, die durch spontane szenische Darstellungen interpersonelle oder psychische Vorgänge und Konflikte sichtbar, wiederbelebbar und damit veränderbar machen will.

Es nutzt und fördert die menschliche Fähigkeit zu szenischem Spiel, zum Handeln in Rollen, zur Darstellung in Bildern und Symbolen.

In den therapeutischen Sitzungen schafft das Psychodrama eine unmittelbare Anschauung von Situationen, jedoch in einer anderen Zeit und in einem anderen Raum. Es ist eine vertiefte und gleichzeitig erweiterte Begegnung mit sich selbst und mit anderen, die zu kathartischen Prozessen führen kann, zu reinigenden Entladungen gestauter oder verdrängter Affekte oder zu neuen Erkenntnissen.

Das Psychodrama fördert die Fähigkeit zum Perspektivenwechsel. Es ermöglicht überdies durch die Übernahme unvertrauter Rollen Zugang zu abgelehnten und Identifizierung mit bisher unzugänglichen Mustern oder Anteilen.

Als Therapieform ist es sowohl für die Einzelarbeit ebenso wie für Paar- und Familientherapie geeignet.

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